Flüsse in der Schweiz

Die 10 wichtigsten Flüsse in der Schweiz

Die Schweiz besticht nicht nur durch beeindruckende Berge, sondern auch durch wunderschöne Flüsse, die ihre prachtvolle Naturlandschaft so einzigartig machen.

Als kleine Gebirgsbäche beginnend, wachsen einige von ihnen schnell zu mächtigen Strömen heran.

Hier erfährst du alles über die wichtigsten Flüsse der Schweiz.

Die 10 wichtigsten Flüsse in der Schweiz

Rhein

Der Rhein entspringt im Gotthardmassiv in den Schweizer Alpen – mit 1.233 km ist er der längste Fluss der Schweiz.

Auf einer beträchtlichen Länge von rund 375 Kilometern durchfließt er den Osten des Landes.

Gemeinsam mit seinen zahlreichen Zuflüssen entwässert der Rhein rund 80 Prozent der Schweiz.

Seine besondere Pracht wird bei Schaffhausen deutlich. Hier stürzt sich der inzwischen mächtige Fluss mit 700 m³ Wasser pro Sekunde 23 Meter in die Tiefe und bildet seit 17.000 Jahren den Rheinfall – den größten Wasserfall Europas (gemessen an der Wassermenge).

Die Schönheit des Rheins, sowie seines Wasserfalls begeistert seit Generationen sowohl Einheimische als auch Touristen.

Für besonders abenteuerlustige Besucher gibt es die Möglichkeit mit einem Boot besonders nah an die tosenden Wassermassen heranzufahren.

Rheinfall in Schaffhausen

Aare

Am Schweizer Oberaaregletscher entspringt die Aare. Mit ihrer eindrucksvollen Länge von 292 Kilometern ist sie der zweitlängste Fluss der Schweiz.

Auf ihrer Reise durchquert sie den Thunersee und bildet, um die Altstadt von Bern herum, die wunderschöne Aareschlaufe.

Ihr Weg endet bei Koblenz (Schweiz), wo sie schließlich in den Rhein mündet. Vorher fließen ihr jedoch noch die Flüsse Reuss, Linth und Limmat zu.

Solothurn an der Aare

Rhône

Die Rhône ist der wichtigste Fluss im Westen der Schweiz. Sie entspringt dem Rhônegletscher im Schweizer Kanton Wallis und wird auf ihrem weiten Weg von einigen der schönsten Weinberge des Landes gesäumt.

Ihre Gesamtlänge beläuft sich auf 812 km, von denen 264 km auf Schweizer Boden verlaufen.

Der Rhônegletscher war einst besonders mächtig und prachtvoll, verlor jedoch durch den Klimawandel in den vergangenen Jahrzehnten große Teile seiner früher so beeindruckenden Eismasse.

Bei Radfahrern ist der Rhône-Radweg, der von Genf bis nach Lyon führt, besonders beliebt.

Rhonegletscher im Schweizer Kanton Wallis

Reuss

Die Reuss weist eine beachtliche Länge von 164 Kilometern auf und ist damit der viertlängste Fluss der Schweiz.

Sie entspringt im Gotthardmassiv und zählt zu den prägendsten Flüssen der Schweiz.

Von ihrer Quelle strömt sie nordwärts und durchquert auf ihrer Reise den Vierwaldstättersee, bevor sie im Kanton Aargau bei Windisch in die Aare mündet.

Zu den schönsten Gegenden entlang ihres Laufs zählen das Naturschutzgebiet des Reussdeltas, das Wasserschloss der Schweiz und die Kapellbrücke in Luzern.

Die Reuss in Bremgarten

Linth und Limmat

Die Limmat selbst ist zwar nur 36 km lang, das Flusssystem Linth-Limmat ist mit einer Gesamtlänge von rund 140 Kilometern jedoch der zweitgrößte Nebenfluss der Aare.

Sie entspringt dem Tödi-Massiv im Kanton Glarus unter dem Namen Linth und fließt von dort durch die Kantone Schwyz und St. Gallen.

Als Hauptzufluss des Zürichsees, dessen Abfluss die Limmat ist, gilt die 37 km lange Linth als Oberlauf der Limmat.

In ihrem Unterlauf in Baden sprudelt aus 19 Schwefelquellen bis zu 47° heißes Wasser hervor – schon die Römer wussten die heilsamen Kräfte dieser Quellen zu nutzen.

Am Ende ihrer Reise mündet die Limmat bei Gebenstorf in die Aare.

Die Limmat in Zürich

Saane

Mit ihrer Länge von 126 km kann die Saane – die liebevoll auch als “Röstigraben” bezeichnet wird – vielleicht nicht beeindrucken. Dafür gibt es entlang ihrer Ufer allerdings jede Menge zu erleben.

Sie schlängelt sich durch Täler und Wälder, bildet Wasserfälle und wird von historischen Brücken wie der Eisenbahnbrücke in Grandfey, der Pont du Châtelet in Gruyères und der Pont de Berne in Freiburg überspannt.

Ihren Ursprung findet sie am Sanetschhorn, dort wird sie noch „La Sarine“ genannt und fließt nordwärts bis sie in der Nähe von Bern in die Aare mündet.

Die Saane in Fribourg

Thur

Der wohl prägendste Fluss der östlichen Schweiz ist die Thur.

Ihren Ursprung hat sie im oberen Toggenburg, von wo aus sie sich durch die Kantone Thurgau und St. Gallen schlängelt.

Bevor sie in Flaach in den Rhein mündet, erlangt sie in den Thurauen ihr natürliches Flussbett zurück.

Die Auen umfassen eine eindrucksvolle Fläche von rund 400 Hektar und sind damit das umfangreichste Auengebiet des Schweizer Mittellands. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten haben hier neue Lebensräume gefunden.

Bei Touristen beliebt sind vor allem der Thurweg, das Kloster und Kunstmuseum Kartause Ittingen und die vielfältigen Wassersportmöglichkeiten an der Thurmündung.

Wasserfall an der Thur

Inn

Der Inn verläuft durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Von seinen 517 km legt er die ersten 104 km auf Schweizer Boden zurück.

Als kleiner Gebirgsbach entspringt er im Engadin, in den Schweizer Alpen, von wo aus er zu einem mächtigen Strom heranwächst, bis er schließlich am Drei-Flüsse-Eck in Passau in die Donau mündet.

Bei Wassersportlern ist der Inn vor allem zum Raften sehr beliebt und stellenweise sowohl für Anfänger, als auch für Profis gut geeignet.

Die Inn in Passau

Tessin

Der Tessin (auf Italienisch Ticino) besticht durch seine unfassbare Vielfalt und ist gleichzeitig Namensgeber des Kantons Tessin.

Wie auch der Rhein entpsringt er im Gotthardmassiv und durchquert die Schweiz auf einer Gesamtlänge von 91 km.

Bevor seine Reise nach 248 km im norditalienischen Pavia endet, fließt er durch die Magadino-Ebene, das Bedrettotal, den Lago Maggiore und die Leventina.

Der Tessin ist sowohl bei Fischern, als auch bei Ausflüglern sehr beliebt und bietet jede Menge Möglichkeiten zum Wandern oder für Wassersport.

Der Tessin am Lago Maggiore

Doubs

Kein anderer Schweizer Fluss ist so wandelbar wie der Doubs, der von Pontarlier nach Chalon-sur-Saône fließt.

Auf einer Gesamtlänge von 453 km durchquert er sowohl den Osten Frankreichs als auch den Nord-Westen der Schweiz, bevor er schließlich in die Saône mündet.

Stellenweise bildet er die natürliche Grenze zwischen den beiden Ländern.

Die Doubs in Lods

Alle Infos über Flüsse in der Schweiz

Wie viele Flüsse gibt es in der Schweiz?

Die Schweiz besitzt über 30 bedeutende Flüsse mit einer Länge von mehr als 50 km oder einem Einzugsgebiet von über 500 km².

Welcher ist der längste Fluss in der Schweiz?

Der längste Fluss der Schweiz ist der Rhein, der dem Gotthardmassiv entspringt und durch Deutschland und die Niederlanden fließt, bevor er schließlich in Rotterdam in die Nordsee mündet.

Wohin fließen die Flüsse der Schweiz?

Die Flüsse der Schweiz gehören zu den vier größeren Flusssystemen: Rhein, Rhône, Tessin und Inn.

Mit dem Rhein fließen sie in die Nordsee, mit der Rhône in den Atlantik, mit dem Tessin in den Po und anschließend in die Adria und mit der Inn in die Donau und das Schwarze Meer.

Welche Schweizer Flüsse münden in die Nordsee?

Der Rhein und seine Zuflüsse – die größten unter ihnen sind Aare, Reuss und Limmat – fließt durch Deutschland und die Niederlanden in die Nordsee.